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Kleine Einführung in die Aufstellungsarbeit Alles, was ist, ist in Systeme eingebunden. In diesen Systemen fließen Informationen auch auf Wegen, die die Ratio unterwandern.
Das Wichtigste überhaupt ist: nichts zu erwarten! Jede Aufstellung ist neu und einzigartig. Je größer die Offenheit, mit der die Bewegungen, Beziehungen und Emotionen im Feld angeschaut werden, desto tiefer kann die Aufstellung gehen. Wie tief, das entscheidet allerdings weder der Aufstellungsleiter, noch der Klient – das entscheidet die Seele, die kollektive Seele des Systems. Dies zu achten und anzuerkennen, dass man auf der Seelenebene nichts erzwingen kann, ist bereits ein großer Schritt in Richtung Lösung. Wie kann ich mich vorbereiten? Welches Thema/Problem auch immer der Ausgangspunkt für deine Aufstellung ist – Fragen nach den Vorfahren der letzten zwei, drei Generationen können wichtig werden. Es ist also hilfreich, wenn du dich vorher mit deinen Ahnen beschäftigst – und überhaupt tut es der Seele gut, sich den eigenen Wurzeln zu widmen ... auch wenn manche auf den ersten Blick vielleicht unerfreulich wirken ... Für die Aufstellung selbst brauchen wir nur wenige Informationen und die vor allem zu schweren Schicksalen: • Wer starb früh oder durch Gewalt? (Unfall / Krieg / Mord / im Kindbett /
Auch für Tieraufstellungen können systemische Hintergrundinformationen hilfreiche Anhaltspunkte liefern: • Ist ein früher Tod von Geschwistern bekannt? Totgeburten im selben Wurf?
Solche Fakten können hilfreich sein, sind jedoch nicht zwingend notwendig. Auch für Tiere, die vom Tierschutz vermittelt wurden, und deren Herkunft/ Vergangenheit gänzlich im Dunkeln liegt, kann effektiv und lösend aufgestellt werden. Es dauert dann nur manchmal ein bisschen länger, bis das System die richtige Fährte weist ... bzw. wir Menschen sie erkennen. ;-) Auch hier ist das Wichtigste die Unvoreingenommenheit. Wenn ein anderer Klient dich in einer Gruppenarbeit als Stellvertreter für jemanden aus seinem System auswählt, dann mach dir keine Sorgen, du »wüsstest zu wenig« über die betreffende Person. Du kannst gar nicht wenig genug wissen! ;-) Denn als Stellvertreter musst du keine Rolle spielen! Du stehst einfach da, im Feld, und spürst in dich hinein, spürst, wie du dich auf diesem Platz fühlst, wie dein Körper sich anfühlt, vielleicht kommen dir Bilder, vielleicht verspürst du das unwiderstehliche Verlangen, eine bestimmte Bewegung auszuführen – nicht denken, nicht werten, nicht analysieren, nur spüren! Alles weitere ergibt sich dann. Es ist niemandem damit geholfen, wenn im Feld agiert wird. Wenn du z.B. als Enkel das tiefe Bedürfnis verspürst, deine Großmutter zu umarmen, dann tu es! – Tu es aber, bitte, nicht, wenn du bloß meinst, du solltest das jetzt, weil das doch eine nette Geste sei. Widerstreitende Impulse kannst du benennen, z.B.: »Ich würde gern zum Vater gehen, aber ich kann irgendwie nicht.« Als Stellvertreter wirst du ab und zu, wenn sich ein neues Bild ergeben hat, gefragt, wie es dir auf deiner Position geht. Sollte sich nichts verändert haben, kannst du das ruhig sagen. Auch das ist eine wichtige Information. Es mag vorkommen, dass im Laufe einer Aufstellung deine Konzentration absinkt. Das ist nicht schlimm. Versuche dich dann, bitte, wieder zu sammeln, auch wenn der Fokus gerade auf einer anderen Person liegt. Jeder im Feld ist wichtig, und niemand wird vergessen!
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