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Wir alle wünschen uns Liebe, Glück, Erfolg, doch manchmal scheinen die Blockaden, trotz allen Mühen, unüberwindlich. (Familien-)Aufstellungen sind nicht nur hilfreich, wenn man in offenem Konflikt mir seiner Familie lebt. Wir können Krankheiten aufstellen, Probleme mit der Arbeit, belastende Gefühle, Entscheidungsschwächen, Ängste – schlichtweg alles, was uns das Leben schwer macht.
Jedes Problem, jedes Symptom ist ein Zeichen: Es verweist auf etwas, das dahinter steht, etwas, das gesehen werden will! Oft ist es ein schweres, nicht geachtetes Schicksal in der eigenen Ahnenreihe: ein Opfer, ein Täter, ein Vergessener, ein Verstoßener ... Und manchmal ist es ganz was anderes.
Jede Aufstellung ist neu, einzigartig, egal, ob es um Familie, Beruf, Liebe, Sex, Geld oder sonstwas geht! Und jedes Mal geht es darum, den Blick auf die Hintergründe Schicht um Schicht freizulegen. Erst wenn das, was dahinter steht, angeschaut und mit offenem Herzen geachtet werden kann, wird das Symptom von der Seele nicht mehr gebraucht und darf verschwinden.
Zu dem Thema "Was ist los mit meinem Kind?" biete ich zusammen mit meiner Kollegin Frauke Bongardt (HPP) regelmäßig Offene Vormittage für Eltern an.
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Praxis
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Systemaufstellungen in Einzelarbeit
Im Einzelsetting werden die Stellvertreterpositionen durch »Bodenanker« markiert. Gemeinsam erspüren wir in geschütztem Rahmen die Dynamiken in deinem System.
Termine nach Vereinbarung. ›Kontakt
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Was ist los mit meinem Kind?
Offene Vormittage für Mütter & Väter
Verhaltensauffälligkeiten, Schulsschwierigkeiten, ADHS, Allergien, chronische Erkrankungen – oft liegt die Ursache im Familiensystem, zum Teil auch in weiter zurückliegenden Generationen. Systemische Aufstellungen können helfen, krankmachende Dynamiken zu unterbrechen und eine freie & gesunde Entwicklung zu ermöglichen.
18.10. | 1.11. | 15.11. | 29.11. | 13.12.2011
jeweils Dienstag von 10–13 Uhr
Ort: yoga2be, Käthe-Niederkirchner-Str. 32, 10407 Berlin
BVG: Tram 4 bis Hufelandstraße (4 Stationen ab Alex)
Teilnahme 10 | mit eigener Aufstellung 40
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Kleine Einführung in die Aufstellungsarbeit
Alles, was ist, ist in Systeme eingebunden. In diesen Systemen fließen Informationen auch auf Wegen, die die Ratio unterwandern.
Auf der systemischen Ebene beginnt Heilung mit Ordnung. Unordnung entsteht, wenn jemand – egal, ob Mensch oder Tier – in seinem System auf einem Platz steht, wo er nicht hingehört, Aufgaben übernimmt, die ihm nicht zustehen, oder aus einer tiefen Seelen-Solidarität heraus fremde Gefühle, Verhaltensweisen und sogar Krankheiten trägt. Dann gilt es, die Ordnung wiederherzustellen, für jeden Beteiligten den Platz zu finden, der ihm gemäß ist, auf dem er ganz er selbst sein kann – kraftspendend eingebunden in sein System und dabei frei von fremden Belastungen. Erst dann ist Heilung möglich.
Was ist für mich als Klient/in wichtig?
Das Wichtigste überhaupt ist: nichts zu erwarten! Jede Aufstellung ist neu und einzigartig. Je größer die Offenheit, mit der die Bewegungen, Beziehungen und Emotionen im Feld angeschaut werden, desto tiefer kann die Aufstellung gehen. Wie tief, das entscheidet allerdings weder der Aufstellungsleiter, noch der Klient – das entscheidet die Seele, die kollektive Seele des Systems. Dies zu achten und anzuerkennen, dass man auf der Seelenebene nichts erzwingen kann, ist bereits ein großer Schritt in Richtung Lösung.
Wie kann ich mich vorbereiten?
Welches Thema/Problem auch immer der Ausgangspunkt für deine Aufstellung ist – Fragen nach den Vorfahren der letzten zwei, drei Generationen können wichtig werden. Es ist also hilfreich, wenn du dich vorher mit deinen Ahnen beschäftigst – und überhaupt tut es der Seele gut, sich den eigenen Wurzeln zu widmen ... auch wenn manche auf den ersten Blick vielleicht unerfreulich wirken ...
Für die Aufstellung selbst brauchen wir nur wenige Informationen und die vor allem zu schweren Schicksalen:
• Wer starb früh oder durch Gewalt? (Unfall / Krieg / Mord / im Kindbett /
auch Totgeburten)
• Wer war im Krieg und in welcher Funktion?
• Wer hatte eine schwere Erkrankung, die sein Leben stark einschränkte?
• Wer wurde verstoßen und warum?
• Gibt/gab es »verfeindete« Familienzweige?
• Gab es Behinderte, die in ein Heim abgeschoben und verschwiegen wurden?
• Gab es Gewaltverbrechen innerhalb der Familie?
• Wer hat extreme Verlust erlitten? Zum Beispiel durch (Bomben-)Krieg / Flucht /
Enteignung / Verfolgung / auch früh oder mehrfach Verwitwete / Eltern, die
Kinder verloren haben ...
• Wer brach aus der Familien-Norm aus?
Auch für Tieraufstellungen können systemische Hintergrundinformationen hilfreiche Anhaltspunkte liefern:
• Ist ein früher Tod von Geschwistern bekannt? Totgeburten im selben Wurf?
• Wie lange war das Tier nach seiner Geburt bei der Mutter?
• Bei weiblichen Tieren: Hatten sie bereits Nachwuchs? Wenn ja, wie oft?
Und unter welchen Bedingungen?
• Gab es Vorbesitzer? Wenn ja, wie viele?
• Stammt das Tier aus dem Ausland, und wann/wie kam es hierher?
• Schwere Erkrankungen der Eltern/Großeltern? Woran starben sie?
• Gibt es in dieser Zuchtlinie eine Häufung von auffälligen Schicksalen?
Solche Fakten können hilfreich sein, sind jedoch nicht zwingend notwendig. Auch für Tiere, die vom Tierschutz vermittelt wurden, und deren Herkunft/ Vergangenheit gänzlich im Dunkeln liegt, kann effektiv und lösend aufgestellt werden. Es dauert dann nur manchmal ein bisschen länger, bis das System die richtige Fährte weist ... bzw. wir Menschen sie erkennen. ;-)
Was ist für mich als Stellvertreter/in wichtig?
Auch hier ist das Wichtigste die Unvoreingenommenheit. Wenn ein anderer Klient dich in einer Gruppenarbeit als Stellvertreter für jemanden aus seinem System auswählt, dann mach dir keine Sorgen, du »wüsstest zu wenig« über die betreffende Person. Du kannst gar nicht wenig genug wissen! ;-) Denn als Stellvertreter musst du keine Rolle spielen! Du stehst einfach da, im Feld, und spürst in dich hinein, spürst, wie du dich auf diesem Platz fühlst, wie dein Körper sich anfühlt, vielleicht kommen dir Bilder, vielleicht verspürst du das unwiderstehliche Verlangen, eine bestimmte Bewegung auszuführen – nicht denken, nicht werten, nicht analysieren, nur spüren! Alles weitere ergibt sich dann.
Es ist niemandem damit geholfen, wenn im Feld agiert wird. Wenn du z.B. als Enkel das tiefe Bedürfnis verspürst, deine Großmutter zu umarmen, dann tu es! – Tu es aber, bitte, nicht, wenn du bloß meinst, du solltest das jetzt, weil das doch eine nette Geste sei. Widerstreitende Impulse kannst du benennen, z.B.: »Ich würde gern zum Vater gehen, aber ich kann irgendwie nicht.«
Als Stellvertreter wirst du ab und zu, wenn sich ein neues Bild ergeben hat, gefragt, wie es dir auf deiner Position geht. Sollte sich nichts verändert haben, kannst du das ruhig sagen. Auch das ist eine wichtige Information.
Es mag vorkommen, dass im Laufe einer Aufstellung deine Konzentration absinkt. Das ist nicht schlimm. Versuche dich dann, bitte, wieder zu sammeln, auch wenn der Fokus gerade auf einer anderen Person liegt. Jeder im Feld ist wichtig, und niemand wird vergessen!
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